BISAN Workshop zu den sozioökonomischen Auswirkungen des derzeitigen Subventionssystems

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Am Mittwoch, den 9. April 2018, organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) Palästina in Zusammenarbeit mit ihrer Partnerorganisation BISAN Center for Research and Development einen Workshop zum sozioökonomischen Thema der aktuellen Subventionssysteme der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und deren Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit in der palästinensischen Gesellschaft. Der Workshop fand in der BISAN-Zentrale im Alnahdah Building in Ramallah statt.

Der Workshop richtete sich an verschiedene palästinensische sozioökonomische Akteure, Intellektuelle und Interessengruppenvertreter_innen und konzentrierte sich darauf, eine lebhafte Debatte zu entwickeln und kritisches Wissen zum Thema der aktuellen Subventionssysteme zu sammeln. Zum Einstieg erhielten die Teilnehmer_innen durch den Vortrag von Nasser Karim einen grundlegenden Überblick und wichtige Informationen zu der aktuellen Finanzpolitik der PA und ihrer fiskalischen Situation. Für ein differenzierteres Verständnis des gegenwärtigen Subventionssystems präsentierte BISAN zudem Erkenntnisse der historischen Finanzpolitik in Palästina. Im Anschluss an die Präsentationen diskutierten die Teilnehmer_innen des zweistündigen Workshops die aktuelle Subventionspolitik, die zunehmende Privatisierung und steigende Steuererhebung und versuchten, die Einstellungen und Leistungen der PA zu analysieren. Vor allem die sozioökonomischen Auswirkungen für die palästinensische Bevölkerung waren für die Teilnehmer_innen besonders besorgniserregend.  Daher betonten sie die dringende Notwendigkeit, den Auswirkungen für marginalisierte Gruppen in der palästinensischen Gesellschaft in Zukunft mehr Aufmerksamkeit zu widmen.