Delegation der FES-Zentrale besucht den Gazastreifen

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Eine Delegation der FES-Zentrale in Berlin besuchte den Gazastreifen für ein Informations- und Beratungsprogramm vom 23. bis 24. Oktober 2018. Die Delegation bestand aus Frau Christine Kesper, Leiterin der Abteilung für Internationale Entwicklungszusammenarbeit, und Dr. Ralf Melzer, Ländereferent für die Palästinensischen Gebiete im Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika.

Die Delegation, die von Frau Dr. Beyhan Şentürk, Leiterin des FES-Büros in den Palästinensischen Gebieten, und Herrn Dr. Usama Antar, Senior Programm Manager der FES in den Palästinensischen Gebieten, begleitet wurde, traf sich mit einer Vielzahl von Partnerorganisationen und Akteuren aus Zivilgesellschaft. Zu diesen zählte unter anderem auch der stellvertretende Leiter der UNRWA im Gazastreifen, Herr David de Bold. Vor allem wurden die Auswirkungen der UNRWA-Finanzkrise auf die Flüchtlingsfrage diskutiert. Das Programm des Besuches beinhaltete darüber hinaus Gespräche mit Vertreter_innen verschiedener Think-Tanks, die Einblicke in die innerpalästinensische Lage sowie die gegenwärtige Vermittlungsrolle Ägyptens zwischen Fatah und Hamas zwecks Versöhnung einerseits, und zwischen Hamas und Israel zwecks Waffenstillstands anderseits, boten.

Während des Besuches besichtigte die Delegation die Saint Prophyrius Kirche in der Stadtmitte Gazas und diskutierte das Verhältnis zwischen christlichen und muslimischen Bürger_innen im Gazastreifen. In Begleitung von Première Urgence Internationale wurden außerdem die palästinensisch-israelischen Pufferzonen östlich des Gazastreifens besichtigt und Gespräche mit Bauern und Bewohner_innen über die dortigen Lebensbedingungen geführt. Im Gespräch mit Vertreter_innen der Zivilgesellschaft wurden die negativen Auswirkungen einer Verschärfung von Gesetzen diskutiert, die die Zivilgesellschaft in den Palästinensischen Gebieten weiter einschränken würden.

Auf den Austausch folgte die Teilnahme an einem Workshop der FES und ihrer Partnerorganisation Palestinian Institute for Communication and Development (PICD), der sich mit der schwierigen Frischwasserversorgung im Gazastreifen beschäftigte.

Während des Besuchs des Gazastreifens bekamen die Teilnehmer_innen einen Einblick in die Projekte der FES vor Ort und setzten sich intensiv mit der sozial-wirtschaftlichen und politischen Lage im Gazastreifen auseinander.