Kurzbericht: „Die Rolle der zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Förderung der Versöhnung“

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Am Sonntag, dem 29 Oktober 2017, organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Kooperation mit ihrem Partner, dem Palestinian Non-Governmental Organizations Network (PNGO), den letzten Workshop des Jahres mit dem Thema “Die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Förderung der Versöhnung im Gazastreifen”.

Die zivilgesellschaftlichen Organisationen waren vertreten durch Herrn Hani Al Masri, dem Direktor des Masarat Zentrums, Herrn Issam Younis, dem Direktor des Al Mezan Zentrums für Menschenrechte, Frau Amal Siam, der Direktorin des Zentrums für Frauenangelegenheiten, Herrn Dr. Ayed Yaghi, dem Direktor der Palestinian Medical Relief Society (PMRS) im Gazastreifen und Herrn Dr. Maher Tabaa, dem Manager für Öffentlichkeitsarbeit in der Handelskammer.

 

Die Diskussion konzentrierte sich auf die zu erwartende Rolle der Gesellschaft nach den anfänglichen Prozessen der Versöhnung. Die Gäste sprachen über die wichtigsten Forderungen aus Sicht der Zivilgesellschaft zur Beibehaltung des Versöhnungskurses. Die Spaltung der letzten zehn Jahren wirkte sich nicht nur auf das politische, sondern auch auf das wirtschaftliche und soziale Leben aus. Allen voran sollten Gesetzte zwischen Westjordanland und Gazastreifen vereinheitlicht werden und doppelte Gebühren abgeschafft werden. Ferner müssten Grundfreiheiten gesichert und das Einparteiensystem beseitigt werden. Um eine Rückkehr zu einem normalen Leben sicherzustellen, müsse die Wirtschaft gestärkt und die sozialen Probleme bekämpft werden. Die schwache sozial-wirtschaftliche Lage müsse darüber hinaus geändert werden und die Wirtschaft in den palästinensischen Gebieten zusammengeführt werden. So sei eine Rückkehr zum normalen Leben möglich, argumentierten die Gäste.


Der Workshop hatte das Ziel, eine gemeinsame Position zivilgesellschaftlicher Organisationen zu entwickeln. Eine rege Diskussion entstand zwischen den Sprecher_innen und den eingeladenen Gästen aus der Zivilgesellschaft, Vertreter_innen der Frauenverbände und Journalist_innen.