Die Friedrich-Ebert-Stiftung verfolgt das Ziel, mit ihrer Arbeit Pluralismus und Demokratie zu fördern und eine solide anhaltende wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Nahen Osten zu unterstützen. Die Gleichberechtigung von Frauen sowie die Förderung von Menschenrechten insgesamt haben dabei einen besonderen Stellenwert.

Die Stiftungsbüros in den Palästinensischen Autonomiegebieten und Israel haben es sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Erreichung des unmittelbaren Friedens zwischen Israel und den Palästinensern sowie einer umfassenderen Sicherheitsordnung zwischen Israel, der arabischen Welt, dem Iran und der Türkei zu leisten. Konkret bedeutet dies, dass die FES die demokratiefähigen und friedenswilligen politischen Kräfte und Akteure in den Palästinensischen Autonomiegebieten und in Israel bei ihrer schwierigen Arbeit unterstützt. Dies geschieht beispielsweise durch die Organisation politischer Foren, auf denen kreative Ansätze zur Lösung des Nahostkonfliktes und politische Interventionsstrategien diskutiert werden. Sie fördert damit den Dialog zwischen Europa, Deutschland und der Krisenregion zu zentralen Fragen der politischen Transformation.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat sich frühzeitig in den Palästinensischen Gebieten engagiert. Seit 1987 wurde die Zusammenarbeit über das damals neu eingerichtete Büro in Amman aufgebaut. Als Yitzhak Rabin und Yasser Arafat im September 1993 mit ihrem historischen Händedruck vor dem Weißen Haus den in Oslo begonnenen Verhandlungsweg besiegelten, war es selbstverständlich, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung als deutsche politische Stiftung mit ausdrücklicher Billigung beider Konfliktparteien ein Büro in Ost-Jerusalem eröffnete. Im April 2005 wurde eine Zweigstelle in Gaza-Stadt eingerichtet.

In den Palästinensischen Autonomiegebieten geht es vor allem darum, den Aufbau politischer Institutionen und Parteien eines zukünftigen demokratischen palästinensischen Staates zu unterstützen. Die Voraussetzungen hierzu sind eine aktive Zivilgesellschaft, wirtschaftliche Entwicklung, soziale Sicherheit sowie die Entwicklung friedensfördernder Strategien.

Das Ringen um Eigenstaatlichkeit findet auch auf internationaler Ebene statt. Hier unterstützt die FES politische und zivile Entscheidungsträger, einepalästinensische Verhandlungsposition zu entwickeln. Die Projektarbeit wird vor dem Hintergrund eines politischen Konflikts geleistet, der gewaltsam ausgetragen wird. Die damit verbundenen Herausforderungen prägen den Alltag der FES und ihre Zusammenarbeit mit den Partnern.

Lesen Sie hier mehr zur aktuellen Lage unter Analysen und Berichte