Workshop: „Auswirkungen internationaler Subventionen auf ‚sozial gerechte Entwicklung‘ in der MENA-Region“

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Die FES Palästina veranstaltete gemeinsam mit ihrem Partner Bisan Center for Research and Development am 27. September 2017 einen zweiten Workshop zu unserem Projekt  “Sozial gerechte Entwicklung“. Der Workshop trug zu einer Langzeitstudie bei, welche die Rolle von internationalen Organisationen und Finanzinstituten in der MENA-Region allgemein und in den palästinensischen Gebieten insbesondere analysiert. Ein vorangegangener erster Workshop beschäftigte sich mit der Frage, welche Auswirkungen das System internationaler Subventionen auf soziale Gerechtigkeit und die wirtschaftliche und politische Lage in Palästina hat. Der Workshop in dieser Woche präsentierte erste Ergebnisse der Studie, welche als Einstieg in die darauffolgende Diskussion dienten. Die Diskussionsrunde brachte eine Vielfalt unterschiedlicher Teilnehmer_innen  aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft an einen Tisch und ermöglichte es ihnen, Ideen und Meinungen untereinander auszutauschen.

Die Studie entstand im Kontext laufender Verhandlungen der MENA-Staaten über Kredite internationaler Finanzinstitutionen. Diese Kredite werden stark kritisiert, da sie oftmals zu strukturellen Anpassungsprogrammen führen, welche neoliberale Praktiken, wie Privatisierung,  wirtschaftliche Liberalisierung und verringerte Kontrolle des Staates in Wirtschaftsfragen, ermöglichen und fördern. Die teilnehmenden Interessensvertreter_innen – eine Vielzahl von Akademiker_innen, Entscheidungsträger_innen und Aktivist_innen aus der palästinensischen Gesellschaft – teilten mit uns ihre Einschätzungen zu den Ergebnissen der Studie, verglichen die sozioökonomische Situation in verschiedenen MENA-Staaten und diskutierten über Beiträge zu sozial gerechterer Entwicklung in der Region.