Workshop zur Wasserkrise im Gazastreifen

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Die Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte in Kooperation mit ihrem Partner, dem Palestinian Institute for Communication and Development (PICD), einen Workshop zum Thema „Die Wasserkrise im Gazastreifen”. Als Bestandteil des Projekts „Soziale Verantwortung – Professioneller Journalismus im Gazastreifen“ trafen sich die Workshop-Teilnehmer_innen am 30. Oktober 2018, in Gaza Stadt.

 

Herr Munther Shublaq, Generaldirektor des Wasserwerks der Küstengemeinden im Gazastreifen, sprach als Gastredner über die angespannte Wassersituation im Gazastreifen. Der Gazastreifen ist eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt und leidet an hoher Armut, schwacher Wirtschaft, niedrigem Lebensstandard, instabiler politischer Situation und an massiver Wasserknappheit.

Jährlich werden aus dem Grundwasser etwa 180 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert, wobei dadurch ein jährliches Defizit von ca. 110 Millionen Kubikmeter entsteht. Bereits seit mehreren Jahren nimmt der Grundwasserspiegel kontinuierlich ab, was sich wiederum erheblich auf die Trinkwasserqualität auswirkt. Die Krise wurde in letzter Zeit noch zusätzlich durch Regenmangel sowie den starken Bevölkerungszuwachs im Gazastreifen verstärkt.

 

Zwischen Munther Shublaq und den eingeladenen Teilnehmer_innen aus der Zivilgesellschaft und den anwesenden Journalisten entstand eine lebhafte Diskussion. Fragen und Ideen zur optimalen Nutzung des Grundwassers, das die Hauptquelle für alle privaten, landwirtschaftlichen und industriellen Zwecke darstellt, standen im Zentrum der Aufmerksamkeit.